VON CHRISTIAN MAI

DIE STORY


Wohin mit dem Atommüll?













Ein fesselnder Thriller, geprägt von Niedertracht und Gewinnsucht, Vertrauen und Liebe, sowie einem großen Vermächtnis.



Auf der Suche nach einer Lösung, sich des enorm angestiegenen Atommülls auf der Erde sicher und dauerhaft zu entledigen, verfolgt der amerikanische Konstruktionswissenschaftler Nick Harris seine Vision eines Fahrstuhls in den Weltraum. Bisher scheiterten alle Ansätze an den unüberwindbar scheinenden Zug und Gravitationskräften zwischen Erde und Weltraum. Doch als Nick und sein Freund und Kollege Graham Colburne schließlich doch ein vielversprechendes Material entwickeln, beginnt eine Jagd auf Leben und Tod.









CHRISTIAN MAI

TRISOLIT 

524 Seiten Hardcover, Verlag Books on Demand

ISBN 978-3-7543-1567-5


DAS BUCH

Seit Jahrzehnten wird weltweit nach einer nachhaltigen, sicheren Lösung gesucht sich des gefährlichen Mülls zu entledigen. Es gibt Lösungsansätze, doch sind viele nicht realistisch umsetzbar. Die Risiken sind zu hoch, die Gefahr durch die unkontrollierte Strahlenbelastung ist groß.


In dem Roman Trisolit gründet die Weltgemeinschaft eine übergeordnete Organisation, die International Atomic Waste Assciation. Ihre Aufgabe: Die globale Koordination der Atommüll-Lager und dauerhafte, sichere Entsorgung des gelagerten Mülls. Letztendlich favorisiert die Geschäftsführung, trotz der hohen Risiken, die Verschmelzung des Atommülls in der Sonne. Dazu muss der Müll durch die Erdsphären in den Weltraum gebracht werden. Ein gefährliches, sowie kostspieliges Unternehmen. Die Raumfahrtunternehmen wittern darin viel Geld und stürzen sich auf den Bau von Raumtransportern. 

Alternativ arbeitet die Space Elevator Coorperation, eine von einem privaten Unternehmer gegründete Firma, an einer anderen Vision, einem Fahrstuhl in den Weltraum und macht entscheidende Fortschritte. 

LESEPROBE

LESEPROBE

TRISOLIT  von Christian Mai

KASACHSTAN, BAIKONUR

Es war wohl die kälteste Nacht, die Olev je erlebt hat. Eisiger Wind wehte über die Steppe Kasachstans und trieb losen Schnee vor sich her. Er konnte sich nicht erinnern, jemals so gefroren zu haben, und er hatte Erfahrung mit der Kälte. Aufgewachsen im Norden von Sibirien hatte er einige eisige Winter erlebt, in dem der Dampf beim Ausatmen sofort knisternd gefror. Sie nannten es „Sibirisches Sternflüstern“. Schon als Kind hatte er es gehasst. Dieses ewige, in mehreren Schichten angezogen sein, immer darauf achtend, nichts mit bloßer Haut zu berühren, um nicht festzukleben. In Sekunden fror alles, was irgendwie flüssig war, die Autos und Heizungen mussten immer laufen, ansonsten platzten die Leitungen. Mit etwa vier Jahren bekam er seinen ersten Schluck Wodka, der von da an sein täglicher Begleiter wurde, was ihm ein trügerisches Gefühl von Wärme gab. 

Sobald es ihm möglich war, verließ er diesen verhassten Ort, was aber nicht nur an der Kälte lag. Seine Mutter starb früh, das Verhältnis zu seinem Vater kaputt, hielt ihn nichts. Es zog ihn in die Welt und er wurde dann in Moskau von einer Organisation für Personenschutz rekrutiert, dessen Aufgaben ihn für einige Zeit in den mittleren Osten führte. Gott, was hatte er für eine schöne Zeit dort gehabt. Das Leben dort war genau nach seinem Geschmack. Er liebte das Essen, die Hitze und erst diese modernen arabischen Frauen…

Er bedauerte es sehr, dass er wieder nach Moskau beordert wurde, und er schwor sich sehr bald wieder zurückzukehren.

Und jetzt? Jetzt stand er hier, splitternackt, irgendwo mitten in der eisigen Steppe Kasachstans. Vor dieser Ruine von Hangar. Einst der Stolz der Sowjetunion. Die Antwort auf das Rennen in den Weltraum. Legendäre Raketen wurden hier gebaut, erfolgreiche Flüge absolviert. Doch das Scheitern suchte seinesgleichen. Die Kosten explodierten, die finanzielle Unterstützung wurde eingestellt. Zu allem Unglück brach auch noch das Dach des Hangars und stürzte auf die Prototypen. Das Projekt wurde sofort eingestellt und der Hangar, so wie er war, sich selbst überlassen. 

Trostlos stand er jetzt verlassen in der Landschaft. Wie ein drohendes Mahnmal einer vergangenen Zeit. Gemieden, vereinsamt. Nach und nach fiel er in sich zusammen und nur vereinzelte Plünderer nahmen sich alles, was irgendwie brauchbar war. Sie hinterließen ihre unrühmlichen Spuren. Dreck, Müll und Schutt, um den sich jetzt der lose Schnee zu Verwehungen auftürmte. Ein Ort, an den sich niemand mehr verirrte, doch in dieser Nacht war es anders.

Die klirrende Kälte hatte ihn fast durchdrungen. Er spürte seine Arme nicht mehr. Seine Ellenbogen waren hinter seinem Rücken fixiert. Um die Waden schnitt ein fest gewickelter Draht bei jeder Bewegung tiefer in die Haut.

Kraftlos starrte Olev durch seine halb offenen Lider auf das, was seine Füße sein mussten. Blau standen sie da, in einer roten gefrorenen Lake Blut. Loser Schnee sammelte sich zwischen den Zehen und bildete kleine Hügel. So gleichmäßig sahen sie aus. Er versuchte sie zu bewegen, hatte aber die Gewalt über seine Muskeln verloren. 

Gerne wäre er in sich zusammengesackt, doch er wurde von einem Mann an seiner Seite gestützt. Sergej, sein alter Freund, sein Kumpel, mit dem er durch dick und dünn gegangen war. Mit dem er in den Arabischen Emiraten Seite an Seite gearbeitet hatte. Im Iran rette er ihm das Leben und ausgerechnet er brachte ihn hierher. Ließ ihn nicht ruhen ob seiner Qualen, während unablässig eine Eisenstange seinen Körper malträtierte.

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TRISOLIT

von

CHRISTIAN MAI


524 Seiten

Hardcover

ISBN 978-3-7543-1567-5

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ISBN 978-3-7543-8747-4


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